Eine Hochzeit mit 80 Gästen, komplett durchgerechnet. Nicht nach Preis je Person, sondern nach dem, was am Ende übrig bleibt. Der Betrieb ist erfunden, die Rechnung nicht.
Moin, wir feiern im Mai Goldene Hochzeit, 80 Personen, Samstagabend. Menü mit drei Gängen, Getränke nach Verbrauch.
Was kostet das bei Ihnen ungefähr?
Die meisten antworten sofort, aus Erfahrung, und liegen damit oft nicht einmal schlecht. Nur weiß hinterher niemand, ob sich der Abend getragen hat. Genau das rechnen wir jetzt nach.
Beim Bankett ist nicht der Wareneinsatz der Treiber, sondern die Arbeitszeit. Jede Stunde hat einen Zweck, und jede will bezahlt werden.
1.276 € Personalkosten, bevor ein einziger Teller bezahlt ist. Dazu kommen die Kosten des Saals selbst: Miete, Energie, Versicherung, Verwaltung. In diesem Beispiel 1.500 € für den Abend.
Der Deckungsbeitrag ist das, was nach dem Wareneinsatz übrig bleibt. Aus ihm müssen Stunden und Saal bezahlt werden. Erst was danach noch dasteht, ist verdient.
Ein ausverkaufter Samstag, 58 Arbeitsstunden, der Chef bis nachts im Haus. Und 329 € bleiben übrig. Niemandem fällt das auf, weil alle auf die 42 € schauen.
Schieb den Regler. Die Gesellschaft ist älter, viele fahren selbst, es wird weniger getrunken als gedacht. Der Aufwand im Haus bleibt derselbe.
Bei der Pauschale zahlt der Gast für fünf Stunden Getränke 22,50 € und weiß vorher, woran er ist. Das Haus weiß es auch. Der Aufwand im Saal ändert sich nicht mit dem Durst. Aufbau, Service und Abbau fallen gleich an, ob viel getrunken wird oder wenig. Nach Verbrauch trägt dieses Risiko der Betrieb, bei der Pauschale ist es verteilt.
Dann wird nicht über den Preis verhandelt. Der Gast wählt die Serviceform, und die Rechnung passt sich an.
Tippe an, was der Gast wählt, erst die Serviceform, dann die Getränke. Die zwei Karten darunter rechnen sofort nach: was der Gast zahlt und was für den Betrieb bleibt.
| Serviceform | Getränke | Der Gast zahlt | Für den Betrieb bleibt | Arbeitszeit |
|---|---|---|---|---|
| Tellerservice | nach Verbrauch | 53,00 € | 329 € | 58 Std. |
| Tellerservice | Pauschale 4 Std. | 60,00 € | 833 € | 58 Std. |
| Tellerservice | Pauschale 5 Std. | 64,50 € | 1.163 € | 58 Std. |
| Buffet | nach Verbrauch | 49,00 € | 363 € | 46 Std. |
| Buffet | Pauschale 4 Std. | 56,00 € | 867 € | 46 Std. |
| Buffet | Pauschale 5 Std. | 60,50 € | 1.197 € | 46 Std. |
Buffet mit fünf Stunden Getränken ist für den Gast 4,00 € je Person günstiger als Tellerservice mit derselben Pauschale und trägt für den Betrieb trotzdem mehr. Beide Seiten gewinnen, weil das Büfett zwölf Servicestunden spart und der Gast mehr Auswahl bekommt.
Zwei Dinge gehören dazugesagt. Buffet ist nicht die billigere Hochzeit, sondern eine andere: kein Service am Platz, dafür Auswahl und mehr Bewegung im Raum. Viele Gesellschaften wollen genau das. Und: Rabatt ist keine Serviceform. Wer nur den Preis senkt und denselben Abend liefert, schiebt die 329 € ins Minus.
Gerechnet ist nicht verkauft. Die Mappe macht aus der Kalkulation das Angebot, im Gespräch, am Tisch, mit dem Gast daneben.
Menüs, Getränkepauschalen, Raum, Technik, Deko. Jeder Baustein kennt seinen Preis und seinen Deckungsbeitrag.
Personenzahl ändern, und alles rechnet mit. Der Gast sieht, was sein Wunsch kostet, bevor er ihn äußert.
Aus demselben Stand entsteht das Angebot für den Gast und der Laufzettel für Küche und Service.
Entwurf, Angebot verschickt, bestätigt, abgesagt. Jeder im Haus sieht denselben Stand, auf jedem Gerät.
Die Nachkalkulation ist der Punkt, an dem aus einem Abend Erfahrung wird. Beim nächsten Anruf ist die Antwort keine Schätzung mehr.
Unangebrochene Kisten gehen zurück ins Lager und senken den Einsatz, das wird mitgerechnet. Und die fünf Stunden Mehrarbeit sind der eigentliche Befund: Beim nächsten Angebot steht der Abbau realistisch drin.
Bis hier war es das Beispiel. Jetzt deine Zahlen: eine Veranstaltung, wie sie bei dir typisch ist. Vorbelegt ist die Hochzeit von oben, überschreib einfach, was bei dir anders ist. Alle Preise ohne Mehrwertsteuer.
Ab 48,89 € pro Person trägt sich der Abend. Du liegst 4,11 € darüber. Das trägt, aber dünn.
Jetzt aufs Jahr gerechnet: dein Veranstaltungsumsatz im Jahr und eine vorsichtige Annahme, was sich verbessert. Gegengerechnet wird nur die Bankettmappe, ein Zusatz zum EPS System, das der ganze Betrieb nutzt. Zwei Regler genügen.
Zur Einordnung: In Akt 4 brachte allein die Pauschale 834 € mehr auf 4.240 € Umsatz, fast 20 Prozent. Wer heute bei einzelnen Veranstaltungen draufzahlt, holt rechnerisch noch mehr. Drei Prozent sind bewusst vorsichtig.
Rechenbeispiel, keine Zusage. Wenn es bei deinen Zahlen nicht aufgeht, steht das hier genauso.
Veranstaltungsumsatz im Jahr, bei 3,0 % Verbesserung, Einrichtung schon mitgerechnet. Ab Jahr zwei reichen 14.000 €.
bleiben dir ab Jahr zwei, Jahr für Jahr. Die Einrichtung zahlst du einmal, jede Veranstaltung danach wird mit demselben Muster kalkuliert: Serviceform, Pauschale, Nachkalkulation.
Deine Zahlen tun es. Für den Einstieg gibt es EPS Start, für den Saal die Mappe, und wenn du nur die Veranstaltungen anschauen willst, begleite ich dich in der Beratung, auch ohne System. Das System in der Demo nachrechnen →
Dieselbe Hochzeit, derselbe Saal, dieselben 58 Stunden. Geändert hat sich nur, wie der Abend verkauft und nachgehalten wurde.
Der Gast wählt die Serviceform. Büfett statt Tellerservice, und beide Seiten stehen besser da.
Die Pauschale verteilt den Durst. Der Aufwand im Saal ist derselbe, der Ertrag schwankt nicht mehr mit ihm.
Die Nachkalkulation macht Erfahrung messbar. Beim nächsten Anruf steht der Abbau realistisch im Angebot.
Der erste Schritt bei dir: Schick mir eine echte Anfrage aus deinem Posteingang, so eine wie in Akt 1. Ich rechne sie nach diesem Muster durch, Stunden, Saal, Deckungsbeitrag, und du siehst, was bei dir bleibt. Wenn alles trägt, sage ich dir das genauso.
Als Partner des DEHOGA Schleswig-Holstein: Wer bis 31. Oktober anfragt, bekommt 20 % auf die Einrichtung der Bankettmappe, 552 statt 690 €. Dazu kommen 35 € im Monat. Mitgliedsnummer einfach in die Mail. Was es sonst noch für Mitglieder gibt →
Als Preis je Person lässt sich das nicht beantworten, weil der größte Posten nicht auf der Speisekarte steht. Im durchgerechneten Beispiel dieser Seite zahlt der Gast 53,00 € für Menü und Getränke nach Verbrauch. Nach Wareneinsatz, 58 Arbeitsstunden zu 22 € und 1.500 € Saalkosten bleiben dem Betrieb davon 329 € für den ganzen Abend. Die Zahlen sind Beispielwerte eines erfundenen Betriebs.
Der Aufwand im Saal ändert sich nicht mit dem Durst. Aufbau, Service und Abbau fallen gleich an, ob viel getrunken wird oder wenig. Bei Abrechnung nach Verbrauch trägt der Betrieb dieses Risiko allein, bei einer Pauschale ist es verteilt. Im Beispiel bleiben mit einer Pauschale über fünf Stunden 1.163 € statt 329 €.
Das ist kein Grund, den Preis zu senken, sondern die Leistung an das anzupassen, was der Gast zu zahlen bereit ist. Der Gast wählt die Serviceform, und die Rechnung passt sich an. Buffet statt Service am Platz spart im Beispiel zwölf Arbeitsstunden: Der Gast zahlt 60,50 € statt 64,50 €, und dem Betrieb bleiben 1.197 € statt 1.163 €. Ein Rabatt senkt dagegen nur den Preis und lässt den Aufwand unverändert.
Weil er nur eine Seite nennt. 42 € je Person für drei Gänge klingen ordentlich, aber erst Wareneinsatz, Arbeitszeit und die Kosten des Saals zeigen, was der Abend trägt. Der Deckungsbeitrag beantwortet diese Frage, der Preis je Gast nicht.
Aus jeder Anfrage wird am Tisch ein Angebot mit Deckungsbeitrag je Gast, dazu der Laufzettel für Küche und Service und die Nachkalkulation danach. Im Beispiel dieser Seite brachte allein die Getränkepauschale 834 € mehr an einem einzigen Abend, und jede Veranstaltung danach wird mit demselben Muster kalkuliert. Die Mappe ist ein Zusatzmodul zum EPS System, 690 € Einrichtung und 35 € im Monat.